13. Patenschaftsbericht vom 19. Dezember 2019 erschienen

Ein turbulentes 2. Halbjahr 2019 liegt hinter dem Team Friedensarbeiter*in. Die Türkei führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Nordsyrien, der für Europa so wichtige INF-Vertrag ist ausgelaufen und die Rüstungsausgaben steigen weltweit weiter an. Es gab und gibt also für uns und die Friedensbewegung viel zu tun!

Doch neben unserem politischen Engagement haben wir in den vergangenen Monaten auch wieder an der Kampagnen-und Organisationsentwicklung gearbeitet. So konnten wir die Reichweite der Kampagnen und des Netzwerk Friedenskooperative dank verschiedener Petitionen stark ausweiten. Mit dem Newsletter des Netzwerk Friedenskooperative erreichen wir beispielsweise nun über 10.000 Menschen. Ein großer Erfolg, denn so können wir zu den Ostermärschen und anderen Friedensaktionen sehr viel mehr Menschen mobilisieren und informieren. Auch in den Sozialen Medien haben wir an Reichweite gewonnen und sind neben Facebook und Twitter nun auch verstärkt bei Instagram unterwegs.

Ohne Deine großzügige Unterstützung hätten wir als Team Friedensarbeiter*in diese wichtige Arbeit nicht leisten können. Danke!

Im Folgenden möchten wir Dir von unserer Friedensarbeit berichten.

Wir wünschen Dir schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr
Kathi, Marvin und Philipp

 

+++ 13. Patenschaftsbericht vom 19. Dezember 2019 +++

Klimawandel, Krieg und Frieden

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, uns an den Aktionen der Bewegung für Klimagerechtigkeit zu beteiligen, denn Klimaschutz ist Konfliktprävention. Fakt ist, dass der Klimawandel Konflikte anheizen wird. Dazu kommt, dass Armeen, Kriege und Militärübungen einen erheblichen Anteil an der Zerstörung der Umwelt haben. Deswegen war Friedensarbeiter Marvin im Juni mit von der Partie als es im rheinischen Braunkohlerevier in Keyenburg hieß: „Klima und Dörfer retten!“. Dort haben wir vom Netzwerk Friedenskooperative den technischen Support für die von Greenpeace, Campact, den Naturfreunden und Alle Dörfer bleiben organisierte Demo geleistet, zu der mehrere Tausend Menschen kamen.

Das Team Friedensarbeiter*in hat gemeinsam mit den Kolleg*innen anderer Bonner Friedensorganisationen die Klimastreiks von Fridays for Future am 20. September und am 29. November unterstützt. Dazu haben wir zusätzlich verschiedene Aktionsmaterialien angefertigt, die von vielen Friedensgruppen bundesweit genutzt wurden, um sich ebenfalls an Aktionen der Fridays for Future-Bewegung zu beteiligen.

Außerdem nutzt das Team Friedensarbeiter*in mit dem Podcast „LIFEHACK PEACE“ seit Kurzem ein komplett neues Format. In der ersten Folge haben Kathi, Marvin und Philipp das Thema Klimawandel, Krieg und Frieden ausführlich besprochen. Den Podcast findest Du übrigens auf Soundcloud und allen großen Podcast-Plattformen (Spotify, Google Podcasts, Breaker,…). Hör doch mal rein! Mit diesem für uns, aber auch für die Bewegung, neuen Format erhoffen wir uns neue Kreise zu erreichen.

 

Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr

Die im März gestartete Kampagne "Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr" kommt immer mehr ins Rollen. Die von Friedensarbeiter Philipp koordinierte Kampagne hat zum Ziel, das Rekrutierungsalter für den Militärdienst auf 18 Jahre anzuheben und ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen durchzusetzen. Seit dem Start der Kampagne konnten bereits Lobbygespräche mit Bundestagsabgeordneten geführt werden (u.a. Norbert Müller (Die Linke) und Tobias Lindner (Grüne)) sowie ein Parlamentarisches Frühstück mit Abgeordneten aus verschiedenen Fraktionen und ihren Mitarbeiter*innen durchgeführt werden. Friedensarbeiter Philipp war natürlich mit dabei.

In den kommenden Wochen wird die Kampagne ihre Aktivitäten für das neue Jahr vorbereiten. So wird es beispielsweise einen Aktionsmonat im Juni 2020 geben, an dem ihr Euch natürlich gerne beteiligen könnt. Weitere Infos werden in Kürze auf www.unter18nie.de veröffentlicht.

 

Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ hat den Sommer über wieder zahlreiche Protestaktionen am Atomwaffenstandort Büchel in der Eifel veranstaltet. Eines der Highlights 2019 in Büchel war der kirchliche Aktionstag am 7. Juli, bei dem die frühere EKD-Vorsitzende Margot Käßmann eine engagierte Predigt für Frieden und Abrüstung hielt. Zusätzlich war Friedensarbeiter Marvin auch in diesem Jahr wieder mit der Gruppe Bonn goes Büchel im Mai Teil der 20-wöchigen Aktionspräsenz.

Die von der Kampagne mitinitiierte Unterschriftenaktion an die Bundesregierung wurde inzwischen von fast 100.000 Menschen unterzeichnet. Das liegt nicht zuletzt an der vielen Werbung, die Friedensarbeiter Marvin als Campaigner in den sozialen Netzwerken für die Aktion macht. Die Unterschriftenaktion fordert den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot. Im nächsten Jahr sollen die ersten Unterschriften an Außenminister Heiko Maas überreicht werden.

Um mehr Menschen über das Thema Atomwaffen aufzuklären, hat Friedensarbeiter Marvin im letzten halben Jahr verschiedene Infoveranstaltungen in Bonn organisiert, so z.B. im Rahmen der Bonner Friedenstage 2019 oder bei den Kritischen Einführungswochen an der Uni Bonn.

 

MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien

Als die Türkei im Oktober völkerrechtswidrig in Nordsyrien einmarschierte, brachte Friedensarbeiterin Kathi innerhalb weniger Stunden den Eilappell „Türkische Militäroffensive in Syrien stoppen!“ auf den Weg. Der von der Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ entworfene Appell wurde innerhalb einer Woche fast 6.000 Mal unterzeichnet. Sogar mehr als 60 Organisationen zeichneten den Appell mit, was seine politische Schlagkraft deutlich erhöhte.

Außerdem leitete Kathi in den letzten Monaten wieder viele Lobbyaktionen zum Thema Syrien und organisierte eine Aktion vor dem Bundestag in Berlin, an der viele Unterstützer*innen und Abgeordnete teilnahmen. Das Ziel für das kommende Jahr bleibt, dass der Syrieneinsatz der Bundeswehr Ende März endlich beendet wird, so wie es die Regierungskoalition angekündigt hat.

 

Kein Krieg gegen Iran (Update)

Bereits im vergangenen Patenschaftsbericht haben wir dich darüber informiert, wie wir aktiv geworden sind, als die Spannungen zwischen den USA und Iran sich zuspitzten. Die Unterschriftenaktion wurde letztendlich von mehr als 13.000 Menschen unterschrieben und wurde von Marvin und weiteren Aktiven am 26. Oktober im Rahmen der Friedensfahrradtour in Berlin an die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen (Die Linke) überreicht. Organisiert und durchgeführt wurde die Friedensfahrradtour, an der über 100 Radler*innen teilnahmen, vom Netzwerk Friedenskooperative, der IPPNW und der DFG-VK.

Auch wenn das Thema Iran momentan nicht mehr so prominent in den Medien vorkommt, kann keine Entwarnung gegeben werden. Wir bleiben natürlich an dem Thema dran!

 

Transparenzbericht 2018 des Förderverein Frieden e.V.

Zusammen mit Andreas Buschmann, der das Netzwerk Friedenskooperative ehrenamtlich unterstützt, hat Philipp seit Jahresbeginn an einem Transparenzbericht für den Förderverein Frieden e.V. gearbeitet. Denn Deine und die Unterstützung vieler weiterer Spender*innen verpflichtet zu Transparenz und mit dem Bericht 2018 sind wir einen ersten, wichtigen Schritt in diese Richtung gegangen. Auch wenn dies mit sehr viel Arbeit verbunden ist, werden wir nun in Zukunft jährlich einen Transparenzbericht für den Verein veröffentlich. Schau doch mal rein unter www.friedenskooperative.de/ueber-uns/transparenz.

 

Bertha-Bahn

Um an die Schriftstellerin und Friedensaktivistin Bertha von Suttner zu erinnern, haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Frauennetzwerk für Frieden e.V. ein ganz besonderes Projekt an den Start gebracht. Seit dem 21. September, dem Weltfriedenstag der Vereinten Nationen, fährt die „Bertha-Bahn“ durch Bonn und erinnert an das Leben und Wirken der großen Pazifistin. Groß auf der Bahn zu sehen ist der Titel ihres bekanntesten Werkes, „Die Waffen nieder!“. Eine Botschaft, die heute wieder so aktuell ist, wie schon lange nicht mehr. Auch dieses Projekt wurde von Friedensarbeiter Marvin mit vielen Social Media Aktionen eng begleitet.